Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt

Schwebefähre Rendsburg – Bauarbeiten Hochbrücke Rendsburg

Datum 17.12.2020

Wie vorgesehen wurde im vergangenen Monat November der letzte Arbeitsschritt zur Vollendung der „Verkabelung“ der Brücke in Angriff genommen: die Montage der Stromschienen beidseits des Brückenüberbaus, über die die neue Schwebefähre zukünftig mit elektrischer Energie versorgt wird.

Nach Fertigstellung der Tragwerkkonstruktion wechselten unmittelbar die Akteure auf der Brücke die Plätze. „Das Montageteam „Stahlbau“ gab am 06. November den Platz frei für das Montageteam „Elektrotechnik““, berichtet der Vertreter des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Kiel Holtenau.
Auf jeder Seite der Brücke waren zwischen den Brückenpylonen jeweils 5 Strom- und Datenschienen einer Gesamtlänge von ca. 1.350 m zu montieren (Bild 1).

Zunächst wurden die Wochenendnächte vom 07./08. November und vom 14./15. November genutzt, um sämtliche Materialien mit einem 2-Wege-Fahrzeug auf die Brücke an Ort und Stelle zu transportieren (Bilder 2 bis 4). „Nur in den Wochenendnächten haben wir die Möglichkeit, die Gleise sperren zu lassen, um derartige Arbeiten zu verrichten“, bemerkt der Vertreter des WSA Kiel-Holtenau.

Das mobile Arbeitsgerüst leistete bei der Montage der Z-Eisen an den Längsträgern, der Schienenhalter und der Stromschienen selbst wieder gute Dienste (Bilder 5 bis 7). „Das ein oder andere Mal mussten wir Arbeitsunterbrechungen hinnehmen wegen Nebel, Regen, Wind und Kälte. Aber alle Beteiligten waren sich einig, das Etappenziel „Montage Stromschienen“ noch in diesem Jahr erreichen zu wollen,“ erklärt der Vertreter des WSA Kiel-Holtenau.

Die Installation der Stromschienen wurde bis auf kurze Bereiche nahe bei den Brückenpylonen trotz der widrigen Verhältnisse und der Zwangspausen schließlich geschafft. Der Bereich der Pylone konnte mit dem mobilen Arbeitsgerüst aus geometrischen Gründen nicht vollständig erreicht werden, so dass von einer Teleskoparbeitsbühne aus gearbeitet werden musste. Hier konnten die sogenannten Z-Eisen mit Schienenhalter montiert werden (Bild 8).

Es ist festzustellen, dass ein großer Schritt für die Erneuerung der landseitigen, technischen Anlagen für den Betrieb der neuen Schwebefähre damit quasi abgehakt ist.

Ebenso zufrieden sind die am Bau der neuen Schwebefähre Beteiligten über den erreichten Stand der baubegleitenden Planungen. Die Pläne zum Bau und zur technischen Ausrüstung der Fahrbühne (Bild 9) und des Fahrwagens (Bild 10) sind weitreichend fertig gestellt. „Gerade die Konstruktion und Ausrüstung des Fahrwagens – quasi das Fahrgestell der neuen Schwebefähre – hat besonders umfangreiche Abstimmungen zwischen uns und der ausführenden Firma Hermann Maschinenbau GmbH erfordert. Viele technische Details mussten geklärt werden“, erklärt der Vertreter des WSA Kiel-Holtenau. Im Vordergrund standen neben konstruktiven Ausführungsdetails gerade die Berücksichtigung der Belange des Fahrbetriebes und der technischen Wartungsdienste. Die Konstruktion des Fahrwerkes muss ein sicheres und komfortables Fahren gewährleisten; die Antriebe und elektrotechnischen Anlagen müssen leicht und sicher für das Wartungspersonal erreichbar, zu inspizieren und zu pflegen sein.

Alle Beteiligten verfolgen das Ziel einer Inbetriebnahme der neuen Schwebefähre im Sommer 2021.

Über die laufenden Arbeiten und weiteren Entwicklungen werden wir Sie auf dem Laufenden halten.

Fotos siehe Pressemitteilung: